Montag, August 22, 2005

Prag 2005 Tourbericht


Pics (c) Lucas Fiederling / Karl Schmidt
Titlegraphic by Lucas Fiederling


Prag - Prague - Praha: Was fuer eine Stadt. Man fühlt sich fast wie in der Zeit zurueckversetzt wenn man durch die Strassen Prags läuft und die wunderschöne altmodische Architektur bewundert.

Blick vom Plaza auf die City

Wer will kann per Boot oder Pferdekutsche alle Sehenswürdigkeiten begutachten und sich in den schönsten Restaurants verwöhnen lassen - Doch das war nicht der Gedanke hinter unserem Trip. Wir, das waren Patrick Ahlfeldt, Michael Rixen, Malte Schroers, Joseph Dielen und meine wenigkeit. Als ich mich mit den Jungs am Prager Flughafen traf, alles Gepäck beisammen und Geld gewechselt war, gings per Taxi in Richtung unseres "Hotels". Dort angekommen sagte man uns, unsere Zimmer währen in "Block 12". Soweit so gut, nur leider wurden die Häuserblöcke von Nummer 1 bis Nummer 11 immer heruntergekommener. Block 12 sah aus, als ob das Gebäude kurz vor dem Abriss stünde.

Sieht gar nicht aus wie im Knast, neeein..

Nach dem kurzen Schock waren wir dann doch recht schnell in den Zimmern und hatten uns eingerichtet, von innen sah alles dann doch einigermaßen akzeptabel aus.

Was wir dann änderten.

Wir schnappten uns also die Boards und fuhren direkt zum Stalin-Platz, wo wir uns an den geilsten Curbs auf der Welt austobten, auch wenn eigentlich alle bis auf Malte, der immer Energie hat, total müde waren. Rixen, Jupp und Ali ballerten sich dann Abends noch ein paar Bierchen und wir gingen alle eigentlich recht früh schlafen.
Am nächsten Tag stellten Malte und ich fest, dass wir ganze 14 Stunden geschlafen hatten. Soviel sazu, Boards, Stalinplatz, skaten. An diesem Tag ging auch echt alles: Hammerwetter sorgte dafür dass Patrick den Platz erstmal komplett ausseinandernahm und schon viel Footage sammeln konnte, was Rixen, Jupp und Malte ihm dann gleichtaten, wenn auch mit etwas geringerem Ergebnis. Der Plan dass wir nur Party machen und trinken wollten, wenn Tagsüber auch was gefilmtes gesammelt werden konnte sorgte dann auch bei mir fuer eine nette Line. Sehr schön war auch, dass mir plötzlich John Hunt auf die Schulter klopfte, der mit U-Travel und Hachi ebenfalls in Prag angekommen war. Abends haben wir dann zwar doch nicht gefeiert, jedenfalls nicht auswärts, aber dafür konnten wir am Sonntag gut ausgeschlafen, wenn auch mit leichtem Muskelkater den Traumspot am Stalin skaten. Leider fing es irgendwann stark zu regnen an, und bis auf Malte konnte keiner etwas filmen. Abends gab es dann nen Kasten Bier und ne Menge langer Gespräche im Ali-Jupp-Rixen Zimmer, was nach Rixens und meiner Meinung zu früh endete, sodass wir uns noch die "Hotel"eigene Kneipe reinzogen, wo wir dann erstmal bis zur schließung Bier und ein wenig JonnyWalker in unsere Rachen kippten.

Until Daylight

Netter Abend, wenn auch die Musik teilweise etwas zu laut und Hardcoremäßig war, aber was solls. Montag morgen wachte ich dann mit heftigen Kopfschmerzen auf und das Wetter machte uns direkt mal klar, dass skaten heute im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen würde. Nonstop Regen. Den Tag verbrachten wir also komplett mit chillen vorm PC und ein paar geschmeidigen Bierchen. Bis auf Malte, der einen kurzen Sightseeing Trip in die Stadt machte und einen kurzen KFC Ausflug von ihm und mir bewegte sich also keiner aus dem Apartement. Abends waren dann allerdings alle motiviert in die Stadt zu fahren um Party zu machen, was von einem Gogodance Club

Patrick "dancebattleing"


The Crew

über Dosenstechen auf der Strasse bis hin zu einem enttäuschend lehren 5 Etagen Club führte.
Am nächsten Morgen waren komischerweise trotzdem alle Topfit und wollten rollen, was uns direkt am ersten Blumenkübel und Transition Spot einige Moves auf Tape bescherte.

Malte, Bs 180 Fakie 5-0 Revert

Danach gabs dann noch eine endlose Session am Stalin Plaza, wo zu unserer Überraschung Löffler und Naschinator saßen und mitskateten.


Viele Lines und ein paar Einzeltricks aus dem Kicker aufs Rail konnten auf Tape gebannt werden, was uns alle glücklich und müde in der Dämmerung nach Hause marschieren ließ. Den nächsten Tag verbrachten wir dann wieder komplett am Stalinplatz und skateten uns halb tot, mindestens 7-8 Stunden nonstop Session. Abends fiehlen wir dann alle totmüde ins Bett. Der nächste Tag sollte nicht anders sein, bis auf den Unterschied dass wir Abends mit Nasch, Löffler, Hach und John den Club rockten. Diesmal war es etwas voller und nachdem Rixen, Patrick, Malte und Jupp recht früh die Heimreise antraten tanzte ich noch bis 6 Uhr morgens mit den Würzburger Jungs und co den Oldies-Dancefloor ausseinander. Danach wollte ich eigentlich bei Nasch und Co im Hotel pennen, doch dort angekommen fiel mir dann ein, dass ich Patrick zwar gebeten hatte Kamera und Board am nächsten Tag mit zum Stalin zu bringen, aber meine Skateschuhe vergessen hatte. Somit fuhr ich dann bei Tageslicht in Richtung unseres Appartements, wobei ich nicht nur einmal an irgendeiner Metro-Endstation von einem Schaffner geweckt wurde, weil ich eingeschlafen war.

Auf zum Plaza

Donnerstag traf ich dann am Stalin ankommend direkt auf Karl und Dundee, die von nun an auch am Start waren. Das 3 Bett Zimmer wurde also per Betten aneinanderschieben in ein 5 Bett Zimmer verwandelt und der Tag in der brütenden Sonne erneut mit Footage sammeln und endlosen Sessions am Traumspot über der Stadt verbracht.

Karl is here


Dundee also

Abends gabs ein paar Bier und nen Film auf dem Laptop, bei dem Rixen und ich direkt einschliefen. Freitag gings dann richtig rund, alle konnten nochmal bei besten Wetter ein paar Lines filmen und sich in der Sonne bräunen lassen. Wir verabschiedeten uns am frühen Abend von Hach, Löffler und Nasch, welche die Heimfahrt antreten wollten und machten uns glücklich und mit viel Bier bewaffnet auf in den 5 Etagen Club. Hier gings diesmal richtig ab, was Rixen, Jupp, Dundee und Karl trotzdem um 4 Uhr morgens verschwinden ließ. Ich fand mich dann alleine auf dem Dancefloor wieder, nur mit 2 kroatischen Jungs und 3 Mädels tanzend. Als ich dann eine Stunde später merkte, das die Kroaten auch weg waren, entschied ich mich zu gehen. Gerade vor der Tür angekommen und nach einem Taxi Ausschau haltend sah ich Patrick. Er saß oder lag ein paar Meter vom Eingang des Clubs entfernt auf dem Boden. Warum er alleine dort saß wusste er selbst nicht, doch wir stellten beide fest das wir kein Geld für ein Taxi hatten, und die erste Metro erst um 6 Uhr fuhr. Als dann noch die vorher kennengelernten Girls nach draussen kamen, entschieden wir uns mit ihnen in Richtung Metro zu latschen und Unterwegs noch das ein oder andere Bier zu trinken. Als die Metro dann endlich kam machten wir uns von einem wunderschönen Sonnenaufgang begleitet auf ins Appartement. 3 Stunden später stand Rixen im Zimmer und weckte mich. Letzter Tag..skaten! Malte und Patrick waren wohl ohne zu schlafen gleich wieder zum Stalinplatz gefahren, hatten sich ein paar Red Bull reingezogen und noch vor 10 Uhr ein paar Lines gefilmt.

What' up Patrick and Malte?


Stalinpendelmoped

Rixen war nur nochmal ins Apartement gekommen, weil Patrick ihm eine Bierdusche verpasst hatte. Da Rixen gegen Mittag mit seinem ein paar Tage zuvor kennengelernten Mädchen verabredet war, wollte er sich nochmal duschen und umziehen. Wir fuhren also beide gegen 11 Uhr wieder zum Stalin, kauften Getränke und skateten. Patrick fuhr die ganze Zeit mit einem Tempo von der eine Seite des Platzes zur anderen ewig lange Lines, sodass ich beim filmen kaum hinterherkam. Irgendwann als Malte vom Getränkeholen zurückkam lag Patrick dann mitten auf dem Stalinplaza auf dem Boden und schlief. Erst nach mehrmaligem Nasezuhalten und mit Bierdosen bewerfen wachte er auf...
Der Hammer des Tages kam gegen 14 Uhr, als Malte sich dann total motiviert noch auf das 14er Rail werfen wollte. Der Boardslide saß nach wenigen Versuchen, und der erste Feeble Versuch sah aus, als ob Malte jetzt 5 hintereinander machen könnte. Leider verpoppte er sich beim zweiten, viel nach einem großen Satz mit den Weichteilen zuerst aufs Rail, klappte Vorn herüber und hatte immernoch genug Geschwindigkeit um sich beim Aufprall mit Kopf und Schulter das Schlüsselbein zu brechen. Der Schock sorgte in den ersten 10 min nach dem Slam für massig Gelächter, Sätze wie "Ey Jungs, guckt mal, ich glaub mein Schlüsselbein ist gebrochen, hehe" trugen dazu genauso bei wie "Ey Malte, tut das nicht weh? Der Knochen steht ja voll nach oben?! Ey, ich merk da gar nix, mein Pimmel tut aber weh wie Hoelle!" oder "Ich weiß warum mir nichts weh tut, ich hab mind. 5 Schmerztabletten gefressen heut morgen damit ich skaten kann, ich hatte Rückenschmerzen". Als wir dann aber kurz darauf überlegten was wir nun tun könnten, da Malte sich ungerne in einem Tschechischen Krankenhaus operieren lassen wollte, setze bei Malte leichte Panik und hefitge Schmerzen ein. Geendet ist es dann so das Malte sich noch in Prag röntgen und verbinden lassen hat, um dann hier in Deutschland in eine Spezialklinik zu gehen. Ein großes Stück vom Schlüsselbein war nämlich abgebrochen und stach in das darunterliegende Fleisch..würg. Dennoch war der Trip ein voller Erfolg, ich wünsche Malte eine gute Besserung (wird schon wieder, Homie!) und Patrick, Karl und Juppi noch viel Spaß in Prag, da sie noch bis Mittwoch dort bleiben!
Ein bisschen künstlerisch betätigt hab ich mich natürlich auch, wie immer:

4 Comments:

At 11:32 vorm., Blogger Der Messbecher said...

hört sich ja nach viel spaß an,außer die sache mit malte.will da auch ma hin,weil stadt des bieres und so,gute sache!

 
At 2:30 nachm., Anonymous Taschi said...

NEEEIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNN!!!!!

 
At 4:15 nachm., Blogger Judith said...

netter bericht. prag ist schon ein traum. und was diese 5 etagen disko angeht ... da hatten wir auch eine menge spaß mit äußerst merkwürdigen tschechen :).

 
At 11:06 nachm., Blogger scared?! said...

Gute Besserung an Malte. Mein Bericht kommt die Tage. Ich warte noch auf ein paar Fotos. Wobei ich gar nicht weis ob ich sooo eine Motivation für so einen langen Text habe.

 

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